Max Friedrich

– that cool internet dude from Hamburg, Germany

„You haven’t lived life to the fullest if you never made pizza from scratch.“

— Wichtig klingender englischsprachiger Satz, als kleine Vorschau auf meinen nächsten Blogeintrag

11 months ago

Was ist eigentlich mit persönlichen Blogs passiert?

Ich lese gerne persönliche Blogs. Ich interessiere mich dafür, wie ihr euer Wochenende verbringt, welche Konzerte ihr besucht, ja sogar was und mit wem ihr zu Abend esst. Ich möchte lesen und ich möchte Fotos sehen. Egal, ob ihr etwas besonderes unternehmt oder nur euren Alltag festhaltet. Ich will wissen, was euer Leben macht.

Oft höre ich dann “Hier, schau, mein Twitter-Account, da steht das alles!”. Es ist vollkommen verständlich, dass Wortspiele und Fotos von Nudeln eher auf Twitter als auf Blogs landen. Twitter geht schneller, man muss sich keine Gedanken um Bildqualität und Layout machen, sondern einfach zweimal mit dem Finger tippen und nicht länger darüber nachdenken. Twitter hat Vorteile: alle, die lesen wollen, was ihr schreibt, sehen es sofort und können einfach darauf antworten oder Sternchen vergeben. Ohne Twitter würde ich die meisten Menschen, deren Blogs ich gerne lesen würde, gar nicht kennen.

Was ich aber eigentlich sagen möchte: Twitter hat als Blog-Ersatz ein paar riesige Nachteile. Tweets gehen innerhalb von Minuten, manchmal sogar Sekunden, unter und werden dann nie mehr beachtet. Fast niemand schaut sich alle Tweets an, die in der Timeline landen. Informationen auf Twitter sind so kurzlebig, dass man fast keine Möglichkeit hat, Tweets zu finden, die älter als ein paar Wochen sind. So verlieren sich wirklich interessante Informationen schnell unter Witzen, Chats und Fotos vom eigenen Schreibtisch. Blogs hingegen sind langlebig, durchsuchbar und durchblätterbar. Ein neuer Post taucht auch Wochen später noch im Feedreader auf, wenn man zwischendurch offline war. Beim Stöbern auf /page/15 findet man plötzlich Dinge wieder, über die man sich schon einmal gefreut hat, oder lernt einen Menschen besser kennen — weit über dem typischen Twitter-Niveau.

Ich selbst kann natürlich nicht glaubhaft predigen, dass ihr mehr bloggen sollt. Ich habe maxfriedrich.de schon zwischen fünf und zwölf Mal gerelauncht, verschiedenste Blogsysteme darauf installiert und auch jetzt mit Tumblr habe ich kaum Durchhaltevermögen als Blogger. Ich bin aber trotzdem froh, dass ich in den letzten Jahren immer wieder kurz blogmotiviert war und so ein paar längere Texte und viele Fotos entstanden sind, die ich mir selbst immer wieder gerne anschaue. Das ist für mich die größte Motivation, mehr zu bloggen. Meine alten Tweets schaue ich mir, obwohl ich sie säuberlich archiviert habe, praktisch nie an, außer wenn ich etwas konkretes suche.

Also: macht euch Blogs, lest sie selbst und freut euch darüber, wenn andere Menschen sie auch lesen möchten. Benutzt Twitter weiterhin für 95% eures Unsinns, aber verwerft Gedanken nicht, nur weil sie zu lang für einen Tweet sind.

11 months ago

Und nach diesen beiden Fotos verabschiedete sich auf dem Hurricane mein Handyakku. Und nach diesen beiden Fotos verabschiedete sich auf dem Hurricane mein Handyakku.

Und nach diesen beiden Fotos verabschiedete sich auf dem Hurricane mein Handyakku.

11 months ago

Wochenende: Meine Paten feierten irgendwo in Hessen Geburtstag, es war warm am Rhein und dann gab es Steak. Wochenende: Meine Paten feierten irgendwo in Hessen Geburtstag, es war warm am Rhein und dann gab es Steak. Wochenende: Meine Paten feierten irgendwo in Hessen Geburtstag, es war warm am Rhein und dann gab es Steak. Wochenende: Meine Paten feierten irgendwo in Hessen Geburtstag, es war warm am Rhein und dann gab es Steak.

Wochenende: Meine Paten feierten irgendwo in Hessen Geburtstag, es war warm am Rhein und dann gab es Steak.

1 year ago

Verschenkte so etwas. Freue mich jetzt schon.

Verschenkte so etwas. Freue mich jetzt schon.

1 year ago

The Avengers

Avengers-Filmplakat

Ich bin weder Kino- noch Comic-Experte und überlasse Filmkritiken eigentlich lieber Dom und Eay. Und ich übernehme keine Garantie, dass das hier so spoilerfrei wird, wie ihr es wollt. tl;dr: Schaut euch unbedingt The Avengers an.

In den letzten Wochen habe ich zusammen mit Kika die Filme angesehen, die auf The Avengers hinarbeiten: die beiden Iron Man-Teile, Hulk und Captain America. Vor ein paar Wochen war ich noch kein Marvel-Fan. Die neueren Filme gingen völlig an mir vorbei und Hulk hatte ich noch von seiner 2003er-Verfilmung als unsympathisches, fast lächerliches Monster in Erinnerung. Dann kam der erste Avengers-Trailer und wir beschlossen, dass es an der Zeit ist, die Marvel-Filme zu schauen. Und sie waren großartig.

Die Avengers-Story ist denkbar simpel: außerirdischer göttlicher Bösewicht Loki schnappt sich eine hochgefährliche Energiequelle, die Friedensorganisation S.H.I.E.L.D. versammelt ein paar Superhelden, die die Welt retten sollen, sich erst nicht vertragen und dann zu den Avengers zusammenschließen. Iron Man, Thor, Captain America, Hulk, Black Widow und Hawkeye (der kurzerhand gehirngewaschen wird und erst später zu den Helden stößt) vereinen sich zunächst gegen S.H.I.E.L.D. und schließlich gegen Loki, der mit einer Alien-Armee die Erde unterwerfen will.

Thor und Iron Man

Was die Marvel-Comicverfilmungen besser als fast alle neueren DC-Filme macht, ist die gewisse Selbstironie, die alle Marvel-Helden mit sich bringen. Iron Man spielt über seine Rüstungs-Lautsprecher AC/DC, wenn er besonders dramatisch auftreten will, Thor und Captain America sind völlig weltfremd und Bruce Banner geht nicht besonders ernsthaft damit um, dass er ab und zu zu einem riesigen, unkontrollierbaren, grünen Übermenschen wird. Dieses Szenario kann man nicht wie einen Dark Knight anpacken, der völlig humorlos und trocken seine Stadt verteidigt (das bleibt trotzdem mein Lieblingscomicheldenfilm). Batman ist toll, aber nicht teamfähig. Die DC-Helden passen, basierend auf ihren letzten Filmen, kein bisschen zusammen. Batman wäre in einer neuen Justice League-Verfilmung ein mürrischer Spielverderber, Green Lantern würde irgendwelche Witze aus seinem Ring zaubern und sich mit Superman darüber streiten, wer besser fliegen kann1.

Die Avengers sind ein großartiges Team und bekommen einen großartigen Film. Genau richtig viel Humor, immer wieder »Wow!«-Szenen, die ich an Superheldenfilmen so mag: Tony Stark fällt von seinem Hochhaus, seine Rüstung fliegt ihm hinterher und er ist in wenigen Sekunden angezogen und fliegt wieder hoch, Hulk rettet Thor ganz easy, hält einen Moment inne und schlägt ihn dann doch zur Seite weg, weil er sich nicht kontrollieren kann, Zeitlupen-Nahkampfszenen von Captain America mit seinem Schild und Hawkeye, der Headshots landet, ohne hinzusehen. Sehr viele Lach- und sogar Klatschmomente im restlos ausverkauften Kino2.

Einzige zwei Kritikpunkte: Edward Norton spielt nicht mehr Bruce Banner bzw. Hulk, sondern der viel uncoolere Mark Ruffalo. Und Loki ist nur ein mittelguter Bösewicht. Seine Versuche, die Helden so zu beeinflussen, dass sie sich gegenseitig bekämpfen, sind nur mäßig erfolgreich, er bleibt unkreativ und berechenbar. Außerdem trägt er einen hässlichen Helm. Vielleicht bin ich von Joker und Moriarty aber auch sehr verwöhnt, was tolle Antagonisten betrifft.

Trotzdem: The Avengers ist der beste Film, den ich in diesem Jahr sah.


  1. Es wird irgendwann wieder einen Justice League-Film geben und vermutlich wird er auch gut, aber ich kann mir gerade nicht vorstellen, wie er funktionieren soll. Ich bin aber, wie schon gesagt, kein Experte und lasse mich gerne überraschen. 

  2. Das Kölner Metropolis zeigt The Avengers in der Originalversion ohne Untertitel und hat donnerstags seinen Kino-ist-günstiger-Tag. So kostete der Film nur 4€ + 3€ für 3D. 

1 year ago

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