Lernen

In der Schule habe ich nicht gelernt. Vor Klassenarbeiten und Klausuren habe ich mir, wenn überhaupt, Sachen noch mal angeschaut, aber nichts auswendig gelernt, nichts geübt und vor allem nicht länger als 20 Minuten mit der Vorbereitung verbracht. In der fünften Klasse hatte ich ein Fach namens „Lernen lernen“1, für das meine Schule scheinbar bekannt war, aber alles, an das ich mich daraus erinnern kann, ist, dass wir erklärt bekamen, wie man Arbeitsblätter richtig in Schnellheftern sortiert.

Für die Abiturprüfungen wollte ich dann richtig lernen, aber ich sah erst nur riesige Lernstoff-Berge vor mir und konnte keinen Anfang finden. Letztendlich hatte ich für Deutsch, Englisch und Geschichte zu unstrukturierte und zu ausführliche Stichpunkte und Zusammenfassungen auf Papier, wusste nicht, wo ich welches Thema finde und wie alles zusammenhängt. In Mathe lief es besser: ich bekam ein paar Seiten mit sinnvollen und kurzen Stichpunkten von einer Mitschülerin kopiert und verbrachte meine Lernzeit mit üben, also Durchrechnen von Haus- und Klausuraufgaben, bis ich überall sicher war.

Wollte man nun ein Lernsystem für Fächer/Studiengänge wie Mathematik, Informatik, usw. aufstellen, dann fällt folgendes auf:

  • Eine gut strukturierte, knappe Zusammenfassung ist essentiell
  • Üben ist wichtiger und einfacher als auswendig lernen

Außerdem wäre es großartig, beim Lernen zu jeder Zeit genau zu wissen, wo man sich im Stoff befindet, wie das aktuell behandelte Thema mit weiteren Themen zusammenhängt und was es für den großen Kontext bedeutet.

Ich habe all das für mich mit einem gut ausgeklügelten System aus Mindmaps und Karteikarten gelöst.

Der erste Schritt beim Lernen ist, Folien oder Skripte durchzugehen (oft reicht schon das Inhaltsverzeichnis, wenn es eins gibt) und eine Mindmap der Themen zu erstellen. Der Wurzelknoten ist der Name der Veranstaltung, die großen (bis ca. 5) Oberthemen die obersten Kindknoten und alles weitere wird darunter einsortiert und alles verbunden, was zusammengehört. Dabei markiert man Knoten bestimmter Kategorien gleich (Beispiel: Für mein Modul Algorithmen und Datenstrukturen markierte ich Algorithmen rot und Datenstrukturen blau). Mir hilft das sehr dabei, Zusammenhänge zu erkennen, und in der Klausur weiß ich genau, welches Thema wo in der Mindmap steht und wo ich im Kopf nach Kontextwissen suchen muss. Außerdem macht es mir immer wieder Spaß, das hervorragende OmniGraffle zu benutzen.

Dann arbeitet man die Mindmap von außen nach innen, Zweig für Zweig im Skript ab, liest sich Textpassagen ganz durch und hält das wichtigste (vor allem Sachen, die man auswendig wissen muss) auf Karteikarten fest. Diese Karteikarten helfen dann beim dritten Schritt, dem Üben. Dazu habe ich keine großartigen Tipps – meist gibt es Hausaufgaben oder Demo-Klausuraufgaben, die man (noch mal) durchrechnen kann, dann überlegt man sich ggf. eigene Aufgaben, die besondere Grenzfälle abdecken und arbeitet auch darauf hin, schnell erkennen zu können, was bei Aufgaben zu tun ist.

Vielleicht ergibt all das ja auch für jemanden von euch Sinn. Bonusmaterial: die vollständige Mindmap zur Chomsky-Hierarchie (Grammatik-Klassen sind grün, Verfahren sind blau).


  1. Ja, die offizielle Abkürzung war LL. Ich bin auch nicht froh darüber. 

konferenz28

konferenz28:

K/28_061X: Day Of The Konferenz

Download (4 Minuten, 2 MB)

Die finale Folge Konferenz 28 steht bevor – zumindest für dieses Jahr. Daniel und Max stehen ihrem größten Geheimnis gegenüber, und der Einsatz und das Risiko könnten nicht höher sein – Aber sind die Beiden bereit, den Preis dafür zu bezahlen?

»Es ist eine der Episoden mit dem höchsten Produktionswert, die wir je produziert haben«, sagte Max, Chief Sound Engineer und Wibbly-Wobbly-Operator, in einem Statement, »Es wird Spaß, Spannung, Action, Soundeffekte und nie dagewesene Gegner geben, gegen die unsere beiden Helden bestehen müssen.«

Außerdem hat Daniel angekündigt, dass das größte Geheimnis um die beiden Moderatoren nun endlich gelüftet wird.

»Wir haben lange überlegt, und monatelange Brainstorming-Sessions abgehalten, aber zum Ende hin sind wir tatsächlich bei einem Ergebnis angelangt, mit dem wir beide unglaublich zufrieden sind«, so der 20-jährige Showrunner und Headshownoteswriter am 23. Dezember zu unseren Reportern, »Es wird mehr sein, als es jemals zuvor gegeben hat, jemals. Jemals.« – Er fuhr fort, noch ein paar Mal das Wort »Jemals« zu wiederholen, und ging dann in ein hysterisches, heiseres Lachen über.

»Day Of The Konferenz« ist jetzt auf konferenz28.de erhältlich. Für einen Blick hinter die Kulissen gibt es auch noch die Metafolge.

Kartoffelchips

Kartoffelchips sind mein Go-To-Abend-Snack. Damit meine ich, dass ich ein paar Wochen im Jahr regelmäßig Chips esse und den Rest der Zeit scheinbar vergesse, dass sie existieren, aber nicht zu anderen Abend-Snacks greife. Gerade esse ich regelmäßig Chips, und zwar etwa eine Packung pro Woche, auf etwa zwei Abende verteilt.

Ich mag nur eine Art von Kartoffelchips, und zwar „Drei-Zutaten-Chips“, die nur Kartoffeln, Öl und Salz enthalten. Den Klassiker unter den Chips also. Andere Chips esse ich ab und zu auch (vor allem „Ungarisch“ von Funny-Frisch), aber ich würde sie mir nicht selbst kaufen und vor allem würde ich keine ganze Packung allein schaffen.

Die Messlatte für Drei-Zutaten-Chips sind Lay’s (bzw. Walker’s) in der Classic-Variante, die es in Deutschland nicht (oder nur kaum) zu kaufen gibt. Nachdem ich in diesem Jahr bestimmt 6 andere verschiedene Chipssorten kaufte, um herauszufinden, welche ich am liebsten mag, merkte ich, dass das gar nicht so einfach ist. Ich probierte zu salzige, zu wenig salzige und zu harte (!) Chips von allen großen Marken. Scheinbar sind in Deutschland Paprika- oder Käse-gewürzte Chips beliebter, denn in einigen Fällen konnte ich in ganzen Supermärkten keine Chips finden, die mir gefielen. Hinzu kommt, dass die „Natural“-Chips, die einige Marken seit dem letzten Jahr anbieten, alle schrecklich sind, weil sie neben Zwiebelpulver und weiteren ziemlich unnatürlichen Zutaten teilweise sogar Milch enthalten.

Als ich mich fast mit Funny-Frisch „Gesalzen“ zufriedengab (1,89€ / 175 g), die ich eigentlich ein Stückchen zu salzig finde, fand ich letzte Woche die „Salz Chips“ der Lidl-Eigenmarke „Crusti Croc“ (0,79€ / 200 g). Bescheuerter Name, großartiger Geschmack und sehr günstiger Preis. Und jetzt schaue ich beim Chips essen genau so glücklich wie die Frau im Bild.

Auf viel mehr wollte ich mit diesem Post auch nicht hinaus. Viel Spaß beim Knabbern.