Wochenende: Meine Paten feierten irgendwo in Hessen Geburtstag, es war warm am Rhein und dann gab es Steak.
— Typ aus Köln, der Sachen im Internet macht.
Wochenende: Meine Paten feierten irgendwo in Hessen Geburtstag, es war warm am Rhein und dann gab es Steak.
Verschenkte so etwas. Freue mich jetzt schon.
Vorgestern eine Postkarte mit Kätzchenstickern bekommen, heute kurzerhand einen Blog eingerichtet, um eure zu sammeln. Submit!

Ich bin weder Kino- noch Comic-Experte und überlasse Filmkritiken eigentlich lieber Dom und Eay. Und ich übernehme keine Garantie, dass das hier so spoilerfrei wird, wie ihr es wollt. tl;dr: Schaut euch unbedingt The Avengers an.
In den letzten Wochen habe ich zusammen mit Kika die Filme angesehen, die auf The Avengers hinarbeiten: die beiden Iron Man-Teile, Hulk und Captain America. Vor ein paar Wochen war ich noch kein Marvel-Fan. Die neueren Filme gingen völlig an mir vorbei und Hulk hatte ich noch von seiner 2003er-Verfilmung als unsympathisches, fast lächerliches Monster in Erinnerung. Dann kam der erste Avengers-Trailer und wir beschlossen, dass es an der Zeit ist, die Marvel-Filme zu schauen. Und sie waren großartig.
Die Avengers-Story ist denkbar simpel: außerirdischer göttlicher Bösewicht Loki schnappt sich eine hochgefährliche Energiequelle, die Friedensorganisation S.H.I.E.L.D. versammelt ein paar Superhelden, die die Welt retten sollen, sich erst nicht vertragen und dann zu den Avengers zusammenschließen. Iron Man, Thor, Captain America, Hulk, Black Widow und Hawkeye (der kurzerhand gehirngewaschen wird und erst später zu den Helden stößt) vereinen sich zunächst gegen S.H.I.E.L.D. und schließlich gegen Loki, der mit einer Alien-Armee die Erde unterwerfen will.

Was die Marvel-Comicverfilmungen besser als fast alle neueren DC-Filme macht, ist die gewisse Selbstironie, die alle Marvel-Helden mit sich bringen. Iron Man spielt über seine Rüstungs-Lautsprecher AC/DC, wenn er besonders dramatisch auftreten will, Thor und Captain America sind völlig weltfremd und Bruce Banner geht nicht besonders ernsthaft damit um, dass er ab und zu zu einem riesigen, unkontrollierbaren, grünen Übermenschen wird. Dieses Szenario kann man nicht wie einen Dark Knight anpacken, der völlig humorlos und trocken seine Stadt verteidigt (das bleibt trotzdem mein Lieblingscomicheldenfilm). Batman ist toll, aber nicht teamfähig. Die DC-Helden passen, basierend auf ihren letzten Filmen, kein bisschen zusammen. Batman wäre in einer neuen Justice League-Verfilmung ein mürrischer Spielverderber, Green Lantern würde irgendwelche Witze aus seinem Ring zaubern und sich mit Superman darüber streiten, wer besser fliegen kann1.
Die Avengers sind ein großartiges Team und bekommen einen großartigen Film. Genau richtig viel Humor, immer wieder »Wow!«-Szenen, die ich an Superheldenfilmen so mag: Tony Stark fällt von seinem Hochhaus, seine Rüstung fliegt ihm hinterher und er ist in wenigen Sekunden angezogen und fliegt wieder hoch, Hulk rettet Thor ganz easy, hält einen Moment inne und schlägt ihn dann doch zur Seite weg, weil er sich nicht kontrollieren kann, Zeitlupen-Nahkampfszenen von Captain America mit seinem Schild und Hawkeye, der Headshots landet, ohne hinzusehen. Sehr viele Lach- und sogar Klatschmomente im restlos ausverkauften Kino2.
Einzige zwei Kritikpunkte: Edward Norton spielt nicht mehr Bruce Banner bzw. Hulk, sondern der viel uncoolere Mark Ruffalo. Und Loki ist nur ein mittelguter Bösewicht. Seine Versuche, die Helden so zu beeinflussen, dass sie sich gegenseitig bekämpfen, sind nur mäßig erfolgreich, er bleibt unkreativ und berechenbar. Außerdem trägt er einen hässlichen Helm. Vielleicht bin ich von Joker und Moriarty aber auch sehr verwöhnt, was tolle Antagonisten betrifft.
Trotzdem: The Avengers ist der beste Film, den ich in diesem Jahr sah.
Es wird irgendwann wieder einen Justice League-Film geben und vermutlich wird er auch gut, aber ich kann mir gerade nicht vorstellen, wie er funktionieren soll. Ich bin aber, wie schon gesagt, kein Experte und lasse mich gerne überraschen. ↩
Das Kölner Metropolis zeigt The Avengers in der Originalversion ohne Untertitel und hat donnerstags seinen Kino-ist-günstiger-Tag. So kostete der Film nur 4€ + 3€ für 3D. ↩
TwitMax v0.3 ist da: jetzt mit einstellbarem Tastaturshortcut, Auto-Updates und einigen kleineren Verbesserungen. Hier.

Vor zweieinhalb Jahren baute ich schon einmal einen einfachen Twitterclient namens »What are you doing?«, der nur Tweets veröffentlichen konnte. Damals wollte ich so einen Client haben, um mich erfolgreich während Apple-Events vom Internet abschirmen zu können, bis das offizielle Video davon veröffentlicht wurde. Nicht viel später führte Twitter die OAuth-Pflicht für Clients ein und WAYD? ging kaputt. Vor knapp drei Wochen fragte Marcel nach der App, weil er beim Arbeiten nicht von seiner Timeline abgelenkt werden möchte.
Ich hatte mir vor einiger Zeit schon vorgenommen, wieder mit Mac-Entwicklung anzufangen, ein neuer einfacher Twitterclient erschien mir als gutes Einstiegsprojekt. Hagen dachte sich den Namen aus und ich fing an zu programmieren, kämpfte erst mit OAuth, dann mit dem Schlüsselbund, in dem die Logindaten gespeichert werden und zuletzt mit dem Zeichenzähler, der inzwischen supersmart™ ist. Die globalen Shortcuts zum Öffnen eines Twitterfensters können in Version 0.2 noch nicht vom Benutzer eingestellt werden, das kommt aber auf jeden Fall in der nächsten Version. Bis dahin könnt ihr ⌃Space oder ⇧⌘? benutzen. Ich bedanke mich außerdem bei Daniel für das wunderschöne Icon.
Download: TwitMax-Website (Feedback erwünscht!)
Jack Whites Soloalbum ist das Album, auf das ich mich 2012 bisher am meisten gefreut habe. Und nach dem ersten Hören ist es tatsächlich großartig. Tolle Mischung aus Gitarrenrock und ruhigeren Klaviersachen. Ich mag, wie so verschiedene Songs alle »nach Jack White« klingen können. Musikalisch ist genau richtig anspruchsvoll, nicht zu abgefahren und nie langweilig. Perfekt. Ich glaube, ich mag ihn solo sogar lieber als mit den White Stripes und Raconteurs. ★★★★★.
(Quelle: Spotify!)

Bald ist Fußball-EM! In Ferrero-Schokoprodukten gibt es wieder Sammelsticker der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und wahre Experten sammeln Panini-Bildchen, habe ich mir sagen lassen. Und zwar nicht, um alle Fußballer kennenzulernen oder besondere Informationen zu bekommen (denn Augenfarben, Schuhgrößen und Lieblingsmusiker von Fußballern kann man viel schöner im Internet nachlesen), sondern nur, um sich in ein paar Wochen oder Monaten ein volles Sammelalbum in den Schrank stellen zu können, das mehrere hundert Euro gekostet hat. Sammeln macht Spaß, oder so.
Aber was sollen all die Menschen tun, die sich nicht für Fußball interessieren? Wir mögen Zahlen. Jeder mag Zahlen. Warum sammeln wir dann nicht einfach Zahlen? Jemand sollte ein Zahlen-Sammelalbum und Sticker von 1 bis 1000 machen und verkaufen. Zehn Sticker für einen Euro oder ein wenig billiger zum selbst ausdrucken. Mit Fun facts, die völlig belanglos sind, aber Platz im Heft wegnehmen, einer 57, die jeder schon fünf mal hat, weil sie so häufig in den Sammelpäckchen ist, und einer großen goldenen 1000. Sollte doch theoretisch den gleichen Sammelspaß bieten wie so ein paar Fußballer, Trainer und Stadien, oder?
(zusammen mit Papa ausgedacht)